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06. November 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XXI I Niko Neuwirth I „blaue wand_061120 "

Ich warte auf die Nacht.
Tief in der Nacht, wenn Frankfurt zu schlafen scheint bin ich auf dem Weg in die Stadt. Mit dabei meine Kamera und ein Stativ.
Ich erreiche das Objekt, welches ich meist schon eine Zeit zuvor beobachtet habe. In einiger Entfernung bewege ich mich erneut um den Spot und schaue mich um.
Arbeiten hier noch Menschen?
Wie ist die Atmosphäre?
Passiert irgendetwas auffälliges?
Ich checke erneut das Gelände von außen und versuche möglichst unauffällig zu bleiben.
Wo sind die Überwachungskameras, gibt es Securities?
Manchmal erschweren Bewegungsmelder den Zugang.
Ich bin voll da. Alles klar, es geht los.
Ich spüre meine steigende Aufregung und das Adrenalin.
Ich bin drin, auf der Baustelle, im Geschehen. Ich passe weiter auf, das ich nicht gesehen werde.
Zügig laufe ich durch die blendenden Lichter der großen Scheinwerfer, vorsichtig schleiche mich durch die Dunkelheit, hinter den Bauzäunen, verdeckt im Schatten von schweren Geräten und palettenweise Werkstoffen.
Es gibt verschiedene Wege, nach oben zu kommen: meist sind es Kräne oder Gerüste oder halb fertig gebaute Hauseingänge, über die ich nach oben gelange. Sprossen, Stufen, Tritte– ich will bis ganz nach oben, was oft mit großer körperlicher Anstrengung verbunden ist.

Ich bin oben angekommen.
Die magische Atmosphäre in der Stadt bei Nacht zieht mich seit Jahren in ihren Bann.
Ich baue meine Kamera auf. Ich richte mich ein. Langsam werde ich ruhiger und fokussierter. Ich genieße jetzt den Ausblick, die Höhe, die Ruhe, die Stille der Nacht, das alleine sein. Ich orientiere mich, entdecke bekannte Häuser, Plätze, Orte. Immer wieder bin ich aufs neue überwältigt von dem Anblick, der sich mir von oben bietet.
Ich finde eine erste Bildperspektive und beginne zu fotografieren.

Die Zeit vergeht schnell.
Das Adrenalin lässt nach, ich spüre die Anstrengung des Aufstiegs.
Ich finde noch mehr Perspektiven und interessante Bildausschnitte.
Das Zeitfenster ist meist klein: im Sommer habe ich weniger Zeit als im Winter. Ich bereite mich für den Abstieg vor– ich muss los, es wird langsam hell und ich begegne sonst den ersten Arbeitern der Baustelle.

Ich bin wieder unten.
Ich lausche in die langsam endende Nacht– bin ich noch alleine oder wurde ich gesehen? Ich höre ein paar frühe Autos, Vögel, nur sehr wenige Stimmen. Ich schlüpfe wieder hinaus auf die Straße, bin wieder draußen und verschwinde, fast, als wäre ich nie da gewesen.

Fotografieprojekt / bin gleich wieder weg
Jahr um Jahr wird Frankfurt am Main größer, höher und bebauter. Neben traditionellen Häusern, Plätzen und Gassen befindet sich die Stadt dennoch kontinuirlich im Wandel mit all ihren Neubauten, Kranlandschaften, Umleitungen, Abrissen und den verbundenen Baustellen und Absperrungen. Hinter Zäunen und Sichtschutz stehen schweres Gerät, große Kräne und es ist laut, es hämmert, es knallt, es bohrt, es macht Dreck, es ist Arbeit.
In der Nacht, wenn auch die größte Baustelle mal kurz ruht, bricht Niko Neuwirth auf, der sich diesen ruhigen Moment zu eigen macht und ihn mit seiner Kamera festhält. Diese fotografische Sicht auf die gespannte, kribbelnde Atmosphäre der Nacht, offenbart feine Details, berichtet von uns so nicht gekannten Orten, überrascht mit waghalsigen Perspektiven und erzählt von einem gespannten Augenblick zwischen drinnen und draußen, unten und oben, ankommen und dem gleich wieder weg sein.


https://www.nikoneuwirth.de/ https://www.instagram.com/nikoneuwirth/ https://www.facebook.com/nikoneuwirth.photography

Die „blaue wand_061120 " ist vom 06.November bis 20.November 2020 online präsent wie auch analog am Niederräder Ufer 2 / Ruine am Blauen Haus.

Am Freitag, den 06.Nov.2020 laden wir von 18 bis 20 Uhr zu einem lockeren Vernissage-Umtrumk ein.
Abstandsregeln werden eingehalten und bitte bringt euren Mund-Nasenschutz mit.
 
die BLAUE WAND - Neu ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
Die Blaue Wand - Neu wird 2019 gefördert durch das Programm  image003 der Caritas Frankfurt am Main image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt und durch Copy Gigant Copy Gigant.
             
   
 
 
 

23. Oktober 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XX I Time is up! - We say Goodbye.

Time is up! We say Goodbye
(...)
Weil sich das Klima erwärmt, schmilzt das Eis der Gletscher. Nicht nur in Bayern. Es schmelzen die Polkappen, es schmelzen die Eisströme im Himalaya und im Tian-Shan Gebirge, es schmelzen die riesigen Eismeere Argentiniens und der Schweiz. Bis 2050, das haben Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich errechnet, wird jeder zweite Alpengletscher verschwunden sein. So wird es kommen, selbst wenn alle Staaten der Erde sofort ihren CO2-Ausstoß auf null zurückfahren würden. Was in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts passiert, darauf hat die Menschheit noch Einfluss. Im besten Fall - die Erwärmung müsste dafür unter zwei Grad Celsius gehalten werden - würden zwei Drittel der Alpengletscher verschwinden.
Wahrscheinlicher ist: In 80 Jahren sind die Alpen nahezu eisfrei.
(...)
In Island stiefelte im vergangenen Jahr ein bunter Trauerzug den Vulkan Ok hinauf. Gletscherforscher, Politiker*innen, Künstler*innen und Schüler*innen in neonfarbenen Jacken. Auf dem Ok hatte es einmal den Okjökull gegeben. Nun war der massive Gletscher geschmolzen. Die Menschen waren da, um ihn zu beerdigen.
„Ich hoffe, diese Zeremonie ist eine Inspiration nicht nur für uns Isländer, sondern auch für den Rest der Welt", sagt Katrín Jakobsdóttir, die isländische Premierministerin. Neben ihr stand ein Schriftsteller, der die Grabschrift verfasst hatte. Gemeinsam mit einigen Kindern stellte er nun eine bronzene Gedenktafel auf, mit seinem „Brief an die Zukunft", gerichtet an die Nachgeborenen:
„In den nächsten 200 Jahren ist zu erwarten, dass alle unsere Gletscher den gleichen Weg gehen.
Diese Gedenkstätte soll bezeugen, dass wir wissen, was passiert und was getan werden müsste.
Nur ihr wisst, ob wir es geschafft haben."
(...)
Artikel von Marius Buhl, „DIE ZEIT", No 43, 15.Oktober 2020, DOSSIER

die BLAUE WAND - Digital Teil XX wird von der projektmaschinE gestaltet.
projektmaschinE - janinemaschinsky.de

die BLAUE WAND - Digital „Time is up! - We say Goodbye" ist vom 23.Okt. bis 02.Nov. 2020 online präsent

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25. September 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XIX I christine s

das nest
„Wohin geht die Zeit- der Fluss, das Ei und das verschwundene Photolabor"

'Am 11. Mai 2012 fiel eine Gans, aufgeschreckt durch unerwarteten Besuch an ihrem Brutplatz, in den Schacht der alten Schleusenmauer am westlichen Mainufer. Sie hinterließ ein mit Federn geschmücktes Nest mit fünf schneeweißen Eiern, jedes einzelne ein Pfeil geradewegs in die Zukunft hinein. Gefangen war nun die Gans, gestrandet im schwarzen Wasser, umgeben von Mauern die es ihr unmöglich machten, ihre Flügel zur eigenen Rettung zu nutzen.  Was dachte wohl diese Gans – konnte sie verstehen, was passiert war? Grollte sie dem ungebetenen Besuch, der sich statt an ihre Rettung nun daran machte, das Nest inmitten der Brombeerranken auf Photopapier zu verewigen, und nicht nur das Nest, sondern auch die äußerste Ecke ihres Gefängnisses? Wir wissen es nicht.  Auch als sie schließlich gerettet wurde konnte man aus ihrem Verhalten nicht schließen, was sie dabei empfand, sei es Freude über die Rettung, sei es Angst und Verunsicherung über ihre jüngste Vergangenheit. Wir haben sie nicht wieder gesehen, wissen nicht, welche Gänse aus diesen Eiern geschlüpft und wessen Urgroßeltern sie wohl geworden sind.
Doch bleibt ein Stück von ihnen in unserer Erinnerung lebendig, von diesem heißen Tag im Mai als eine Gans hätte leben oder sterben können, und nur drei Menschen wussten davon.
Eine Teedose mit ovaler Grundfläche – lateinisch ovum das Ei – wurde an diesem Tag zu einer Kamera, der Lochkamera welche den Ort des ungewollten aber möglichen Verbrechens in schwarz und weiß ablichtete. Vergangen sind die Eier, und vergangen ist das Photolabor. Es verbrannte im Feuer des 21. Januar 2018, am Tag als das Blaue Haus am Niederräder Ufer zum dritten Mal in seiner 100-jährigen Geschichte in Flammen stand.
Und es bleibt in unserer Erinnerung lebendig, die vielen schönen Tage, die wir hier verbrachten, die Freude und den Ärger den wir teilten. Jeden Tag könnte der Wiederaufbau beginnen oder das Haus könnte einfach in sich zusammenfallen. Und mehr als drei Leute wissen davon.'

christine schottmueller ist Mitgründerin des Vereins Blaues Haus e.V. und hat gemeinsam mit Laura Villalba y Weinberg das dortige Analog-Photolabor aufgebaut und geleitet.  Zusammem mit dem Bild 'Das Nest' sind weitere Photographien aus dieser Zeit vom 25. September bis zum 18. Oktober 2020 online präsent auf blaueshaus-frankfurt.de II Projekt „die Blaue Wand“ und analog am Niederräder Ufer 2 / Ruine am Blauen Haus.

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28. August 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XVIII I Catharina Szonn

No way out of nothing ORIGINAL
„No way out of nothing - Kein Ausweg aus dem Nichts"


Da wird nichts draus, sagte er zu ihr und man hörte in dem Moment das Herz zerbrechen. Ihres oder doch beide? Gleichzeitig wohl kaum, je nachdem welches lauter geschlagen hatte. Da kann nichts schiefgehen, dachte man vielleicht noch am Anfang, weil man an die Stabilität der Gewohnheit glaubte. Aber dann zog sich der Riss einmal quer durch die Mitte und wurde sich seiner Sache immer sicherer. Einkommensgrenzen bemessen. Dafür kann ich nichts. Das Privileg das es einfach gibt?
Da kann man nichts machen wird verteidigt, als würde es alles bedeuten. Da hilft nun mal alles nichts. Bilde dir bloß nichts drauf ein. Alles für nichts und wieder nichts versteht sich abstrakt. Der Weg heraus aus dem was man sich nur vorstellen kann, von dem man zu viel oder zu wenig hat. Catharina Szonn bespielt die achte BLAUE WAND - DIGITAL mit einer extra dafür konzepierten Licht- und Textinstallation. Diese entfaltet ihre komplette Wirkung und Ausstrahlung mit Anbruch der Dunkelheit an der BLAUEN WAND am Niederräder Ufer 2 / Ruine Blaues Haus.
Wir freuen uns sehr, dass Catharina Szonn, eine junge, sehr aktive und engagierte Frankfurter Künstlerin sich sofort für das Projekt die BLAUE WAND begeistert hat und dieses durch ihre aktuelle Arbeit „No way out of nothing - Kein Ausweg aus dem Nichts" sehr bereichert, und der/ dem Betrachter*in das Leitthema „ZEIT" von ihrem ganz eigenen Standpunkt aus näher und vor allem zum Nachdenken bringt.

Am Freitag, den 04.Sept.2020 laden wir ab 19:30 Uhr zum SUMMER SUNDOWN - Drink ein. Die Künstlerin Catharina Szonn wird vor Ort sein. Abstandsregeln werden eingehalten und bitte bringt euren Mund-Nasenschutz mit.

Catharina Szonn - catharinaszonn.de

die BLAUE WAND - Digital „No way out of nothing - Kein Ausweg aus dem Nichts " ist vom 28.Aug. bis 18.September 2020 online present auf blaueshaus-frankfurt.de II Projekt „die Blaue Wand“
und analog present am Niederräder Ufer 2 / Ruine am Blauen Haus.
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27. Juli 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XVII I Male Dein eigenes Virus

Virus Wand EntwurfDieses Virus hat's geschafft.
Jede*r weiß, wie es aussieht.
Alle kennen seinen Namen, viele sogar mit offiziellem Titel, und das auf der ganzen Welt.
Wirklich - auf der ganzen Welt! Dieses Virus ist einfach populär. Das muss Frau/ Mann und Kind erstmal schaffen - das macht ihm so schnell niemand nach.
Wirklich?
Wir laden euch ALLE herzlich ein - Male oder Zeichne Dein eigenes Virus und präsentiere es der ganzen Welt!
Wie sieht Dein Virus aus?, was für Eigenschaften hat es und wie wird es übertragen? Hat Dein Virus positive, negative oder multi-aktive Auswirkungen? Wie heißt Dein Virus? Und gibt es einen Impfstoff gegen diesen oder nicht?
Dieser Einladung zur Zusammenstellung einer vollkommen unikaten Kollektion von Viren folgten insgesamt 75 Menschen zwischen 7 und 77 Jahren.
Die Viren wurden von SuS der KGS Niederrad, von SuS der Deutschen Schule Nairobi / Kenia und von KIndern und Erwachsenen aus Frankfurt am Main „neu-entdeckt".
Das Team der BLAUEN WAND sagt ein ganz großes und liebes Dankeschön an euch ALLE, fuer eure mega-tollen und herausragend kreativ gestalteten Viren.
Es macht so eine Freude und bringt einen sehr feinfühlig zum Nachdenken, wenn man sich jedes einzelne Virus anschaut und eure Steckbriefe zu diesen durchliest. Ihr alle seid der Einladung „Male Dein eigenes Virus" mit vollem Herzblut und guter Energie gefolgt und habt damit ein wunderbares Erinnerungswerk an diese „verrückte" Zeit hinterlassen. Das ist ganz wichtig. Und ihr gestaltet mit euren Gedanken, euren Händen, eurem ganzen „Ich" auf feine, friedvolle und trotzdem sehr energiereiche Weise den Stadtteil Niederrad, die Stadt Frankfurt und vor allem die Welt dadurch positiv mit. Und das ist noch wichtiger.
Digital „Male Dein eigenes Virus" ist online present vom 27.Juli bis 23.August 2020 auf blaueshaus-frankfurt.de II Projekt „die Blaue Wand“
Die BLAUE WAND - Digital „Male Dein eigenes Virus" wird analog vom 02.August bis 23.August 2020 am Niederräder Ufer 2 präsentiert. die BLAUE WAND - Neu ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
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10. Juli 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XVI I „#Quarantinecollaboration `20"

Quarantine Collage GiGi blauewand
From Web to Wall / #Quarantinecollaboration / Digitale (Street)Art Kollaborationen während des Lockdowns

Street Art hat eine lange Kollaborations-Tradition. Die Artists kommentieren nämlich nicht nur Weltgeschehen oder soziale Verhältnisse durch ihre Kunst, sondern auch sich – untereinander. Das eine Artwork ist wie eine Antwort auf ein anderes. Aber auch die ganz reale Zusammenarbeit, also das Kombinieren zweier Charaktere oder Kunsttechniken, kennt viele Beispiele. Gemeinsames Gestalten, rausgehen, die passenden Plätze auf den Straßen finden: ein „Nightout" unter Kollegen bedeutet, sich eine gute Zeit zu machen, während man hier und da einen kleinen Gruß hinterlässt!
2020 Quarantäne: In Deutschland noch recht locker, in anderen Ländern so strikt, dass Street Artists nicht arbeiten können. Corona: Eine reelle Krise! - Sorgen, Nöte, Ängste und Zweifel; mehr Zeit und soziale Separation.
Auf der Metaebene: ein Zustand mit höchst kreativem Potenzial. Bereits zum ersten Tag des Lockdowns in Deutschland startet carla mata hari, Künstlerin aus Köln, einen Aufruf auf Instagram: Open Call für digitale Kollaborationen. Sie verschickte Illustrationen per Mail oder Post. Sie ergänzte Artworks von Künstler*innen auf der ganzen Welt. Während des Lockdowns 2020 entstanden in ca. 4 Monaten über 30 digitale Kollaborationen mit GiGi und anderen (Straßen-)Künstler*innen unterschiedlichster Art. From Web to Wall beschreibt einen Prozess: Aus den separat und getrennt gestalteten Arbeiten werden nun Paste-Ups und Sticker, um sie aus der Quarantäne auf die Straße in die Freiheit zu entlassen, wo sie zeigen sollen, wie sich Kunst trotz Krisen verbinden kann, und um das riesige Netzwerk von Künstler*innen zu zelebrieren.
Die BLAUE WAND freut sich zum zweiten Mal mit der Künstlerin carla mata hari (Instagram: carla_mata_hari) zu kollaborieren und erstmals die Artworks aus dem Projekt „#Quarantinecollaboration `20" alle gemeinsam auf der BLAUEN WAND präsentieren zu dürfen.

Beteiligte Künstler*innen (instagram accounts)
@___ghostcat____ @bierdeckelstreetart @emmygunde_spatz @lemisan @thisisnotaboutaname
@aldisuedde @bilmo_de_bachata @fasermacka @lescot_nakamichi @tinkerstrumpf
@anoukffm  @bltr_design @foxsake_90 @raubzug2 @tweet_streetart
@alternativecolognetours @cmyk_dots @gutkeks @rawr_that_shit @vez_streetart
@amu_kaj_vivu @crowns_for_street @johfries @ribudeinfroind @whatifier
@anxti @cuts.and.pieces @khale_pan @seblorigami @world_of_little_steve
@bb.qu.ee.n @elfie_sunshine @la_frax @shalomhabibo

Digital „#Quarantinecollaboration `20" ist online present vom 10.Juli bis 27.Juli 2020 auf blaueshaus-frankfurt.de II Projekt „die Blaue Wand“
Die BLAUE WAND - Digital „#Quarantinecollaboration `20" wird analog vom 10.Juli bis 30.Juli 2020 am Niederräder Ufer 2 präsentiert. die BLAUE WAND - Neu ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
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14. Juni 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XV I „Coro Viris"

CORO Viris klDie vierte BLAUE WAND - Digital ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Corona Virus und den einhergehenden Schutzmaßnahmen und Neuregelungen für die Schüler*innen der inklusiven Kunstklasse des 9.Jahrgangs an der IGS Nordend.
Unter Leitung von Frau Störkel-Albanesi haben die Schüler*innen ihre Gedanken und Meinungen zu ihren persönlichen Erfahrungen im alltäglichen Umgang mit dem Virus aufgeschrieben, um dann mit starkem, energischem Strich in leuchtend kräftigen Farben ihr persönliches Standing kreativ auszudrücken. Die Coro Viris, welche als Collagenzusammenstellung hier zu sehen sind, berühren auf bezaubernde Weise. Sie tragen den Ärger und die Verunsicherung über den für uns alle so plötzlich veränderten Alltag, mit Einhaltung von Abstand und „Verkleidung" des Gesichts, sehr ausdrucksstark, ganz offen und ehrlich in sich - Alle Viren schauen sehr, sehr grimmig aus den Bildern heraus, ganz so als ob sie knurren:

„Wir wollen, dass es wieder wie vorher wird! Grrrrrr!"

Wir freuen uns sehr, dass die BLAUE WAND nun schon zum fünften Mal in Kooperation mit den Schüler*innen und Lehrkräften der IGS Nordend zusammenarbeiten darf und von den Kindern und Jugendlichen gestaltet wird.

die BLAUE WAND - Digital „Coro Viris“ ist online präsent vom 15.Juni 2020 bis 27.Juni 2020 auf blaueshaus-frankfurt.de II Projekt „die Blaue Wand“.
die BLAUE WAND - analog „Coro Viris“ ist außerdem präsent am Niederräder Ufer 2 vom 15. Juni bis 27.Juni 2020.

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15. 5. 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XIV I Warten

werner zeismis test
Die dritte BLAUE WAND - Digital wird von Werner Szeimis gestaltet. Werner Szeimis ist Fotograf, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Vor mehr als 45 Jahren begann er mit der Fotografie und arbeitete mit schwarz/weiß Aufnahmen. Sujets waren minimalistische Landschaftsaufnahmen, Sozialfotografie und auch die
Brüche in alltäglichem Geschehen. Mittlerweile fotografiert Werner Szeimis digital und sehr farbig. Immer wieder sucht er die Ästhetik im Alltäglichen, der die Betrachtenden bisweilen rätseln lässt, aus welchen Komponenten sich das Sujet zusammensetzt. Grundsätzlich fotografiert Szeimis die Dinge so, wie er sie vorfindet, ohne irgendetwas zu arrangieren oder künstliches Licht zu benutzen. Parallel dazu, macht Werner Szeimis auch viele Sozialfotos mit feinen, leisen Beobachtungen von Menschen im öffentlichen Raum. Mit Veröffentlichungen der Sozialfotografie geht er, aus großem Respekt der Abgebildeten, sehr behutsam um.
Mit dieser Sozialfotografie hat er schon lange das Team der BLAUEN WAND künstlerisch überzeugt, und immer wieder auf humorvolle und empathische Weise das Team berührt. Werner Szeimis` Bilderkomposition „Warten“ wurde extra und ganz neu in ihrer Abfolge für die BLAUE WAND - Digital zusammengestellt.
Die Bilder erhalten durch ihre schon im Bildausschnitt enthaltene Rahmung eine Guckkasten-Bühnen- Situation im Alltag. Ein Guckkastenbühne, bei welcher der Vorhang auf- und zugeht und den Zuschauern immer dengleichen Ein- und Ausblick auf diese Bühne des Alltags freigibt. Die Akteur*innen bleiben und wechseln, doch ohne sichtliche Bewegung. Sie warten alle. Auf was oder wen, bleibt offen in der Bildkomposition. Genauso wie die Tatsache, dass sich die Zahl der „Wartenden“ in der Bildabfolge von oben nach unten reduziert und auf dem letzten Bild der Guckkasten-Bühne nur eine Dame im gesetzten Alters übrig bleibt. Die/ der Betrachter*in wird seitens von Werner Szeimis eingeladen sich eine passende Geschichte auszudenken.Wir freuen uns sehr mit der Arbeit „Warten“ mal wieder eine ganz neue künstlerische Position zum Leitthema „ZEIT“ zeigen zu dürfen.

Werner Szeimis - flickr.com/people/wszeimis

die BLAUE WAND - Digital „Warten“ ist online present vom 30.Mai 2020 bis 15.Juni 2020 auf blaueshaus-frankfurt.de II Projekt „die Blaue Wand“

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15. 5. 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XIII I o.T.

digtial 2 0ach, die zeit –unbegreiflich und nie nicht da. auf die schnelle dürfte so jede*m mehrere geflügelte worte zum umgang mit der zeit einfallen. meine erstellten fotografien, mein wachsendes bildarchiv von fotografien von mir und meiner familie, mit denen ich mich seit jahren beschäftige, bieten mir viele vorlagen, die ich in form von großflächigen und mehrschichtigen collagen, verarbeitung in fanzines und installationen zu ergründen versuche: was ist von dem bildinhalt bis heute in mir übriggeblieben? wie verzerrt sich meine erinnerung durch betrachten der bilder? wo sind die jahre (dazwischen) hin – was bleibt und was wird anders – welche rolle spielt es denn überhaupt heute noch in meinem leben? wie verändert sich meine wahrnehmung von zeit beim betrachten meiner selbst?  was empfinde ich, wenn ich (alte) bilder unbekannter oder anderer menschen betrachte? bildbeschreibung für nicht sehende/ allgemeine bildbeschreibung: das ausgestellte foto zeigt vier personen unterschiedlichen alters in kontakt miteinander zusammen in einem kleinen einkaufsgeschäft zu beginn der 90er jahre. der kleine laden ist vollgestellt und -gepackt mit verschiedenen lebensmitteln und werbetafeln. das kind auf der rechten bildseite bin ich, lisa. in einem moment zwischen drehen und innehalten streckt es sich dem fotograf halb winkend, halb das gesicht verdeckend entgegen. nicht zuletzt regt die gezeigte fotografie auch dazu an, sich mit eigenen biografischen oder visuellen erinnerungsfragmenten auseinanderzusetzen oder sich in die szene hinein zu fantasieren.
mit lisa peil hat die BLAUE WAND einen absoluten goldtreffer gelandet. eine künstlerin mit tiefgang, wundervollem gespür für farbkompositionen und ein ganz aufmerksames auge, um die wundersamen „ausschnitte“ im leben zu vergößern.
lisa peil
malerei, fotografie, installative collagen


die BLAUE WAND - Digital „o.T.“ ist online present vom 15.Mai 2020 bis 29.Mai 2020
die BLAUE WAND - analog „o.T.“ ist present am Niederräder Ufer 2 vom 15.Mai bis 07.Juni 2020

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24.04.20 | die BLAUE WAND - Neu Teil XII | Corona - Comics

wand comics

Die erste BLAUE WAND - digital wird von Ka_thrin gestaltet. Die wundervollen kurzen Corona-Comic Geschichten setzen sich kreativ, humorvoll aber auch gesellschaftskritisch mit dieser „Corona-Zeit“ auseinander.
Eigentlich nur für den Freund*innenkreis gedacht haben die Comics so überzeugt, dass wir diese Geschichten unbedingt für den ersten digitalen Auftritt der BLAUEN WAND haben wollten und Ka_thrin dazu einluden. Ka_thrin nahm die Einladung begeistert an.
Pünktlich zum Vernissagetermin sind die brandneuen Corona-Comics fertiggestellt, diese können wir nun exklusiv auf der Seite vom Blauen Haus unter Projekt „die BLAUE WAND“ präsentieren.“
Zusätzlich zum digitalen Auftritt werden zwei ausgewählte Comic-Geschichten auch an die BLAUE WAND am Niederräder Ufer 2 anplakatiert, so dass ALLE die Möglichkeit haben, bei einem Spaziergang (mit Sicherheitsabstand) die Comiczeichnungen in frühlingshafter Natur zu betrachten.
Zu Ka_thrin:
Ka_thrin Schleich ringt aktuell mit harmlosem Hautauschlag, interessantem Informatikstudium und nervigem Nebenjob. Um sich zu entspannen zeichnet Ka_thrin am liebsten Monster, Viren sind aber auch ganz ok und definitiv monströs genug.

die BLAUE WAND „Corona-Comics“ hängt am Niederräder Ufer 2 vom 27.April bis 10.Mai 2020.

die BLAUE WAND - digital „Corona-Comics“ ist online present vom 24.April bis 08.Mai 2020 auf blaueshaus-frankfurt.de II Projekt „die Blaue Wand“
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