• diashow 1 FLAGGEN 1900 950

19. November 2021 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XXIX I BREAK 14

13
46
57

„Was wünschst Du Dir für Deinen Stadtteil?"

Das Break 14 ist umgezogen. Hurra!
Trotz der umwirbelnden Zeit konnten in kürzester Zeit die neuen Räume in der Bruchfeldstraße 15 eingerichtet und bezogen werden.
Eine Meister*innen-Leistung, welche sich echt sehen lassen kann - der neue Standort ist wunderschön geworden und wird es noch mehr, wenn die BREAKIS mit ihrer prallen Lebensenergie kontinuierlich die Räume füllen und bespielen. Um so mehr hat sich die BLAUE WAND über die Einladung gefreut, dass sie für drei Nachmittage auf Besuch kommen durfte, um mit den Kindern und Jugendlichen vom Break 14 zum diesjährigen Leitthema „Utopia - JETZT!" der Frage nachzugehen : „Was wünschst Du Dir für Deinen Stadtteil?"

Zu Beginn wurden in gemeinsamer Sitzrunde, Gedanken und Wünsche formuliert, was in Niederrad für ALLE oder besonders für Kinder und Jugendliche fehlt. Und was wichtig für ein besseres gemeinsames Leben miteinander in Niederrad wäre. Alle Ideen wurden zu einer „Mindmap" aufgeschrieben und aufgehängt. Folgende „Wunschorte" in Niederrad wären wichtig für die Kinder und Jugendlichen diese noch zu bauen -

Cricket-Platz (Niro), Inliner-Park (Rania), Chill out - Lounge (Nisa), Kino (Nisa), „Rubik-Cube"-Haus (Batuhan), riesengroßer Legostein mit integrierter Legostein- Baustelle zum bauen und Spielen (Callisto), Labyrinth (Yennifer) und mehr Wald (Efrata) ... Danach haben einige Kinder und Jugendlichen zu ihren Ideen Skizzenbilder gezeichnet, um sich anschließend vom „Material-Buffet" ihre bevorzugten Werkstoffe auszusuchen mit welchen Sie Ihre Ideen in Architektur-Modelle umsetzten. Die an den drei Nachmittagen entstandenen Architektur-Modelle der „Wunschorte für Niederrad" wurden exklusiv an der Eröffnungsfeier vom Break 14, Freitag, dem 12.November 2021 vorab ausgestellt.

Alle „Wunschort"-Modellergebnisse sind so individuell und einzigartig, wie die jeweiligen Gestalter*innen vom Break 14 selber und erzählen auf eine wundervolle und sehr feinfühlige Art und Weise deren persönliche Interessen, Vorlieben und Wünsche.
die BLAUE WAND ist einfach mega begeistert von der Phantasie und dem kreativen Engagement der Breakis.
BRAVO :), es hat mit euch allen ganz viel Spaß gemacht, diese einzigartige BLAUE WAND zu gestalten.

„Was wünschst Du Dir für Deinen Stadtteil" wird offiziell vom Freitag, den 19.November 2021 bis zum Sonntag, den 12.Dezember 2021 auch analog in Plakatform am Niederräder Ufer 2 auf der neuen BLAUEN WAND gezeigt.

Wir freuen uns, euch, eure Freund*innen, Familien und Bekannte beim digitalen und analogen Besuch an den
Präsentationsstandorten für „Was wünschst Du Dir für Deinen Stadtteil?" anzutreffen :)



die BLAUE WAND  ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V.


Die Blaue Wand wird seit 2018 gefördert durch
das Programm „Aktive Nachbarschaft“ der Caritas Frankfurt am Main image003  image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt
und Copy Gigant Copy Gigant

Förderungen im Jahr 2021 durch -
Hessische Kulturstiftung / Brückenstipendium des Kulturpakets II hessiche kultur stiftung LOGO
Stiftung Polytechnische Gesellschaft / Frankfurt am Main        SPTG Logo 2019 rgb.

 
 

29. Oktober 2021 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XXVIII I IGS Süd „FLAGGE ZEIGEN!"

diashow 1 FLAGGEN 1900 950

„FLAGGE ZEIGEN!"

Flaggen sind Informationsträger. Sie enthalten visuelle Codes, also für das Auge erkennbare Botschaften. Flaggen erzählen etwas.

Mit der Entstehung von Flaggen, erzählten diese damals Botschaften von herrschenden Führern, Königen und deren Reichs- und Ländergrenzen. Heutzutage repräsentieren die Mehrheit der allgemein bekannten Flaggen, die sogenannten Nationalflaggen, die einzelnen nationalen Länder - und das weltweit. Flaggen visualisieren also im allgemeinen territoriale Gebiete, welche sich durch ihre Landesgrenzen von anderen territorialen Gebieten abgrenzen. Sie stehen aber auch für die verschiedenen Kulturen, die innerhalb dieser Landesgrenzen gelebt werden. Flaggen erzählen damit die Botschaft von „einem bestimmten INNEN / INNEN-DRIN" und gleichzeitig auch von „dem AUßEN/ DRAUßEN-SEIN". Damit repräsentieren Flaggen und Nationalflaggen eine ART von Zugehörigkeit, Identifikation. ABER gleichzeitig auch eine NICHT-Zugehörigkeit, ein Ausgeschlossen-Sein.

Die uns bekannten Nationalflaggen und Flaggen tragen also immer die Botschaft von GRENZEN in sich. Menschen werden dadurch automatisch ein- und ausgegrenzt.

Das Projekt „Flagge zeigen!" will das ändern. Will Grenzen überwinden und aufbrechen.

Ganz auf der Linie der Flaggenentwürfe der „World Peace Flag" von J.W. Van Kirk im Jahr 1912 , der „Pride-Flag", der „weißen Flagge", der Flagge „Vegan - Erde Meer und Luft" oder der „One World Flag" von Thomas Mandl im Jahr 2018. Diese Flaggen erzählen Botschaften für alle Menschen, manchmal sogar für alle Lebewesen der Erde. Sie vereinigen - denn sie sind universell und damit grenzenlos.

Wir laden DICH ein - Lasst uns gemeinsam weitere Flaggen gestalten, welche ein universelles und grenzenloses Thema visualisieren. Wie könnte eine Flagge für MUSIK, BODEN, TRAUER, WELT, MODE, LUFT, FAMILIE, NATUR, LIEBE, ALLE, WASSER, UNIVERSUM, TANZ, ICH, FREUDE, TIERE, PHANTASIE , und, und, und aussehen? Welches Thema interessiert Dich, welches Thema braucht Deiner Meinung nach dringend eine Flagge? Welche Farben wählst Du für Deine Flagge? Was kommt auf Deine Flagge drauf? Geometrische Formen, Bilder, Text...?

Diesem Aufruf folgten die Schüler*innen und das Team der Jugendhilfe an der IGS Süd in Sachsenhausen, denn zum zweiten Mal wurde die BLAUE WAND als Gastprogrammpunkt beim Herbstferienprogramm 2021 an der IGS Süd eingeladen. In der ersten Herbstferienwoche gestalteten an die 20 Schüler*innen und das Team der Jugendhilfe zum Leitthema „Utopia - JETZT!" eigene Flaggen. Der kreative Prozess von den einzelnen Schüler*innen und das JugendhilfeTeam war einfach mega spannend zu begleiten, und alle Flaggenergebnisse sind so individuell und einzigartig, wie die jeweiligen Gestalter*innen selber und erzählen auf eine wundervolle und sehr feinfühlige Art und Weise deren persönliche Interessen, Vorlieben sowie deren gesellschaftkritische Haltung.

Alle Flaggen werden in einer Collagen-Zusammenstellung präsentiert und zum ersten Mal an drei Standorten gezeigt. Direkt im Außenbereich an den Schulzäunen der IGS Süd in Sachsenhausen, an der BLAUEN WAND am Niederräder Ufer 2.
„FLAGGE ZEIGEN" wird vom Freitag, den 29.Oktober 2021 bis zum Sonntag, den 14.November 2021 analog in Plakatform am Niederräder Ufer 2 auf der neuen BLAUEN WAND gezeigt. Der Päsentationsstandort an der IGS Süd in Sachsenhausen kann darüber hinaus präsent sein.

Wir freuen uns, euch, eure Freund*innen, Familien und Bekannte beim digitalen und analogen Besuch an den Präsentationsstandorten für „FLAGGE ZEIGEN!" anzutreffen :)
Logo evang.Verein Jugend Sozialarbeit
Logo IGS Sued
die BLAUE WAND  ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V.


Die Blaue Wand wird seit 2018 gefördert durch
das Programm „Aktive Nachbarschaft“ der Caritas Frankfurt am Main image003  image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt
und Copy Gigant Copy Gigant

Förderungen im Jahr 2021 durch -
Hessische Kulturstiftung / Brückenstipendium des Kulturpakets II hessiche kultur stiftung LOGO
Stiftung Polytechnische Gesellschaft / Frankfurt am Main        SPTG Logo 2019 rgb.

 
 

01. Oktober 2021 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XXVII I Swoosh Lieu

1 a room of ones own2 a room of ones own3 a room of ones own4 a room of ones own
5 a room of ones own6 a room of ones own
„A Room of Our Own"
Während des Lockdowns ist die BLAUE WAND auf das feministische Performance-Kollektiv Swoosh Lieu aufmerksam geworden und war von den Werken sofort begeistert und mega überzeugt.
Wir freuen uns sehr, dass Swoosh Lieu sofort an Bord der BLAUEN WAND gestiegen ist und nun für die 27. Gestaltung zum Leitthema „Utopia - JETZT!" ihre Arbeit „A Room of Our Own" präsentiert.

„Eine Frau muss Geld und ein eigenes Zimmer haben, um schreiben zu können." so Virginia Woolf 1929 in ihrem Essay
„A Room of One's Own". Über 90 Jahre später ist diese Allegorie auf finanzielle und räumliche Unabhängigkeit aktueller denn je. Während wir in der Corona Krise einen feministischen Backlash erleben, verschließen sich für Frauen* immer wieder Türen, werden ihre Räume immer kleiner gemacht oder ganz weggenommen.

In einer audiovisuellen Bearbeitung der Thesen von Woolf fragen Swoosh Lieu danach, wie die Räume aussehen müssen, in denen wir uns emanzipieren und selbstverwirklichen können und mit welchen Mitteln wir uns diese Räume erzählen und vorstellen müssen, um sie tatsächlich auch entstehen zu lassen. Die Kamera bewegt sich anhand dieser Fragen und in Zeiten des Lockdowns durch den leeren Theaterraum, erkundet Plätze und Perspektiven, Sichtbarkeiten und Lautstärken, Zugänge und Begrenzungen.

„A Room of Our Own" wird vom Freitag, den 01.Oktober 2021 bis zum Sonntag, den 10.Oktober 2021 digital hier als Filmwerk präsentiert.
Und analog in Plakatform vom Freitag, den 01.Oktober 2021 bis zum Sonntag, den 24.Oktober 2021 am Niederräder Ufer 2 auf der neuen BLAUEN WAND gezeigt.


Wir freuen uns, euch, eure Freund*innen, Familien und Bekannte beim digitalen und analogen Besuch an der BLAUEN WAND „A Room of Our Own" anzutreffen :)

swooshlieu.com

die BLAUE WAND  ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
Die Blaue Wand wird seit 2018 gefördert durch
das Programm „Aktive Nachbarschaft“ der Caritas Frankfurt am Main image003  image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt
und Copy Gigant Copy Gigant

Förderungen im Jahr 2021 durch -
Hessische Kulturstiftung / Brückenstipendium des Kulturpakets II hessiche kultur stiftung LOGO
Stiftung Polytechnische Gesellschaft / Frankfurt am Main        SPTG Logo 2019 rgb.

 
 

10. September 2021 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XXVI I „ZEITUNG“

0.)Unbenannt 2Während der Monate April bis Mai im Lockdown diesen Jahres widmeten sich die Schüler*innen (SuS) der Klasse C2 der KGS Niederrad in den Fächern „Kunst“ und „Deutsch“ dem Thema „Zeitung lesen“.

Nach der Lektüre verschiedener Zeitungs- und Textformate und der Betrachtung dazugehöriger Bilder, erhielten die Schüler*innen die Aufgabe, selbst eine Zeitung zu erstellen. In diesem Prozess studierte jede*r Schüler*in mehrere verschiedene Tageszeitungen und suchte für sich ein favorisiertes Themengebiet wie „Politik“, „Gesellschaft“, „Kultur“, etc. aus. Die Schüler*innen übten sich zu diesem Themengebiet im Schreiben eines eigenen verfassten Zeitungsartikels. Dieser durfte realistisch oder fiktiv sein. In diesem Zuge erprobten sich die Schüler’innen im Umgang mit Bild- und Textverarbeitungsprogrammen und Fotografie.

Alle Artikel werden für die BLAUE WAND „ZEITUNG“ in Rohfassung (keine Korrektur), als Skizzen (Namenverzierung mit Bleistift) gezeigt, und geben so „ungeschminkt“ den Arbeitsprozess der Schüler*innen der Klasse C2 in dieser teils sehr belastenden Zeit, besonders für junge Menschen, wieder. Zusätzlich zu den Zeitungsartikeln gestaltete jede*r Schüler*in das Layout seiner Zeitungsseite. Ob Werbeanzeigen, Statistiken und Fotos, die SuS erstellten diese selber oder wählten diese anhand von Quellen für ihre Artikel eigenständig aus und setzen diese digital zu einer Zeitungsseite und am Ende analog zu einer ganzen Zeitung im realistischen Zeitungsformat zusammen.

Die Fotos, welche die SuS für ihre Zeitungsartikel eigens erstellten, wurden dann fächerübergreifend mit einem weiteren Themenfeld kombiniert - der Gestaltung einer „Bildserie“. Anhand des Artikelfotos suchten die Schüler*innen entweder weitere passende Bildmotive und lichteten diese per Kamera ab oder nahmen das Motiv auf dem Artikelfoto aus verschiedenen Winkeln auf. 2-4 Bilder umfassen die Bildserien der Schüler*innen.

Entstanden ist eine Gemeinschaftsarbeit, die einen variantenreichen Einblick in die Gedankenwelt der Jugendlichen gibt, die den Übergang vom Kind zum Erwachsenen und Berührungfelder dessen im Alltag zeigt. Die Zeitung spiegelt auf gewisse Weise den Alltag im Lockdown, Wahrnehmung der Welt. Sie zeigt eigene Interessen, wie Jugendliche an der Wirklichkeit forschen, Fakten finden und Geschichten erfinden.

Die BLAUE WAND „ZEITUNG“ wird im welt weiten web in einem Diashow-Format präsentiert.
Alle Artikel und Bildserien können hier als Mixabfolge angeschaut und auch einzeln „angeklickt“ werden.
Für eine analoge Präsentation ist für beide Standorte der KGS Niederrad (Goldsteinstraße und Mainfeldstraße) eine Außenkonstruktion an den Gebäuden in Planung, welche zur Straße, in den öffentlichen Raum „hineinragen“.
Die BLAUE WAND „ZEITUNG“ der Schüler*innen der Klasse C2 der KGS Niederrad bildet ein wichtiges und sehr berührendes dokumentarisches Zeitzeugnis von diesem für ALLE bewegenden Zeitkapitel ab.

Die Schüler*innen widmeten sich NICHT einem „Utopia“, sondern dem „JETZT!“.
Dies ist wichtig, gerade in dieser umwirbelnden, verunsichernden Zeit - besonders für junge Menschen.
Bravo an Alle Schüler*innen der KGS Niederrad !

Ausstellungszeitraum im welt weiten web - vom Freitag, den 10.September 2021 bis zum 26.September 2021 hier.

Wir hoffen, euch, eure Freund*innen, Familie und Bekannte beim digitalen Besuch an der BLAUEN WAND „ZEITUNG“ anzutreffen :)


die BLAUE WAND - Neu ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
Die Blaue Wand - Neu wird 2018 gefördert durch das Programm  image003 der Caritas Frankfurt am Main image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt, durch Copy Gigant Copy Gigant
durch die hessische Kulturstiftung hessiche kultur stiftung LOGOund durch die  SPTG Logo 2019 rgb.

 
 

11. Juni 2021 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XXV I „DAS IST UNSER HAUS"

unser haus lisa 21 Kopie

Die 25. BLAUE WAND wird von Lisa Peil gestaltet.

Es ist der zweite Solo-Beitrag von Lisa Peil und wir freuen uns sehr, dass Peil zum aktuellen Leitthema „Utopia - JETZT!" einen sehr persönlichen und gesellschaftskritisch-motivierenden Gestaltungsbeitrag entworfen hat.
Peil lädt ALLE auf einen Gedankenspaziergang ein, auf welchem sich jede*r zu sechs Positionen aus unterschiedlichsten Perspektiven über „Raum" positionieren darf.

1. mehr platz für kunst im öffentlichen raum abseits des stadtzentrums.

2. stadt für alle!

3. du kannst nicht daheim bleiben, wenn du kein zuhause (mehr) hast/
you can't stay home if you don't have a home

4. mehr sichere orte für frauen* - drinnen wie draußen; zu jeder tageszeit, an jedem ort!

5. leerstände vermeiden

6. schneller wiederaufbau für das blaue haus!

Materialien - 2021, gouache, klebeband und Papier

„DAS IST UNSER HAUS" wird vom 11.Juni bis 11.Juli 2021 digital auf -
blaueshaus-frankfurt.de II Projekt „die Blaue Wand“


und analog am Niederräder Ufer 2 präsentiert.

Schaut mit euren Lieben in dieser Sommerzeit mal vorbei -
die BLAUE WAND „DAS IST UNSER HAUS" läßt das Blaue Haus wieder aufleben, ruft Erinnerungen wach und ermutigt und fordert einen zeitnahen Wiederaufbau von diesem ein.
Kommt vorbei, verweilt an diesem Ort und füllt diesen wieder mit Leben.

die BLAUE WAND - Neu ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
Die Blaue Wand - Neu wird 2018 gefördert durch das Programm  image003 der Caritas Frankfurt am Main image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt und durch Copy Gigant Copy Gigant.
             

 
 
 

07. Mai 2021 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XXIV I „Gardens of Hope"

1 Erdbeere 1900 950
die neue BLAUE WAND trägt den Titel „Gardens of Hope" und ist inspiriert von der indischen Wissenschaftlerin, sozialen Aktivistin und Globalisierungskritikerin Dr. Vandana Shiva und ihrem Einsatz für den Schutz biologischer und kultureller Vielfalt von Saatgut, für den Erhalt und die Verbreitung von Biodiversität und so für die Steigerung der Boden- und Nahrungsqualität unabhängig von globalen Großkonzernen.

Wir haben ALLE eingeladen 1-2 Bilder von selbst gepflanzten Blumen, Samen, Gemüse, wachsenden Wiesen, Bäumen, Sträuchern, etc., aus dem privaten oder gemeinschaftlichen Garten, auf dem eigenen Balkon, aus dem Hinterhof, im öffentlichen Raum oder, oder zu „schießen".

38 „Gardens of Hope" - Beiträge aus Bockenheim, Sachsenhausen Ost und Süd, dem Nordend, aus Köln, aus dem Bahnhofs- und dem Gallusviertel, aus Sachsenhausen Nord/Niederrad, aus Braunschweig, Nairobi/ Kenia, aus Seckbach, dem Frankfurter Stadtwald, aus Kronberg im Taunus, aus dem Westend, aus Bonames/ Kalbach und aus einem Frankfurter Friedhof konnten so gesammelt werden.

Zu den Bildern wurden teilweise die Stadtteile, Straßen und Städte und Länder aufgelistet und auch die abgebildeten Pflanzen benannt. Daraus wird eine feine, sichtbare Verortung für die Betrachter*innen eröffnet werden, welche auf diese Weise alle Gestalter*innen und Publikum zart miteinander verbindet. Aus all` den „selbstgepflanzten" und „wachsenden" Beiträgen wurde eine Großbildcollage zusammengestellt, welche nun für ALLE Betrachter*innen an der BLAUEN WAND am Niederräder Ufer 2 präsentiert wird und natürlich auch im welt weiten web zu Betrachten ist.

An ALLE Gärtner*innen und Pflanzenentdecker*innen sagen wir „Großes DANKESCHÖN für Eure Pflanzenbilder und dadurch dem Mitgestalten für diese wundervoll bezaubernde Frühlingswand."

„Gardening is healing" and „The Diversity of Nature teaches us not Separation, but Relationship"
-Dr. Vandana Shiva


„Gardens of Hope" wird vom 07.Mai bis 23.Mai 2021 digital auf und analog am Niederräder Ufer 2 präsentiert.

Schaut mit euren Lieben in dieser Frühlingszeit mal vorbei -
das Blaue Haus ist einfach ein ganz wunderbarer Ort und die WAND „Gardens of Hope" strahlt treibende Energie, Kraft, Mut, Ruhe und Besonnenheit aus - vielleicht lässt sich die eine oder der andere davon anstecken :)

die BLAUE WAND - Neu ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
Die Blaue Wand - Neu wird 2019 gefördert durch das Programm  image003 der Caritas Frankfurt am Main image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt und durch Copy Gigant Copy Gigant.
             

 
 
 

28. März 2021 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XXIII I „Utopia - JETZT!!"

utopia webseite vorhangWir hoffen, ihr seid ALLE munter und gesund in`s neue Jahr gerutscht und seid trotz der äußerlichen Umstände voller Tatendrang neue Wege zu beschreiten.

Wir wollen es mit euch wagen und laden euch deshalb ein, die BLAUE WAND unter dem neuen Leitthema „Utopia - JETZT!" mitzugestalten.

In diesem Jahr öffnen wir für euch den Spielraum ganz viele Ideen für ein „Land, das nirgends ist" - aber sein könnte zu sammeln und kreativ zu verwirklichen.

Denn gerade in diesem „neu-aufgeschlagenen" Zeitkapitel braucht es dringend Impulse und Träume, welche mutig sind und Grenzüberschreitungen wagen und beinhalten, um mit positiver Energie zu begeistern und Vorbild zu sein.

Wie sähe Deine / eure BLAUE WAND „Utopia-Jetzt!" aus?

Ob Installation, Collage, Audiobeitrag, Text, Fotografie, kurzer Filmclip, Graffiti - wir bringen eure Gedanken und Träume für ein Utopia analog und/ oder digital auf die BLAUE WAND.

Die folgenden Blöcke sind noch frei :
2.Block - Fr, 16.April bis 09.Mai 2021 (noch frei)
3.Block - Fr, 14.Mai bis 06.Juni 2021 (noch frei)
4.Block - Fr, 11.Juni bis 11.Juli 2021
5.Block - Fr, 16.Juli bis 08.Aug. 2021 (Installation „Wir schicken die 17 Nachhaltigkeitsziele um die ganze Welt")
6.Block - Fr, 13.Aug. bis 05.Sept. 2021
7.Block - Fr, 10.Sept. bis 26.Sept. 2021 (noch frei / INFO - kurzer Block)
8.Block - Fr, 01.Okt. bis 24.Okt. 2021 (noch frei)
9.Block - Fr, 29.Okt. bis 21.Nov. 2021
10.Block - Fr, 19.Nov. bis 12.Dez. 2021
11.Block - Fr, 17.Dez 2021 - 2022 ? / Jahreswechselwand

Den Auftakt macht die Installation „Utopia - JETZT!", welche ALLE einlädt sich mit uns auf den Weg in das Land, das nirgends ist zu machen.
„Utopia - JETZT!" wird vom 28.März bis 11.April 2021 digital und analog am Niederräder Ufer 2 präsentiert.
Schaut mit euren Lieben vorbei - das Blaue Haus ist einfach ganz wunderbarer Ort und die Installation bringt mit ihren Farben Mut und Freude in`s Herz.
Wir freuen uns auf eure Ideen, euer Feedback und auf eure Gestaltungsbeiträge.
Bitte schreibt an - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Na dann : Auf nach UTOPIA !

die BLAUE WAND - Neu ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
Die Blaue Wand - Neu wird 2019 gefördert durch das Programm  image003 der Caritas Frankfurt am Main image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt und durch Copy Gigant Copy Gigant.
             

 
 
 

18. Dezember 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XXII I Geisteshaltung*

12 Bild






Dieses für ALLE ganz spezielle Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu.
Die BLAUE WAND hat in diesem Jahr trotz Corona und den ganzen Auswirkungen und Maßnahmen für ALLE mit Vollgas weiter gemacht und hat sich NEU aufgestellt, nämlich der BLAUEN WAND - Digital. Alle kreativen Gestaltungsbeiträge können nun auch im welt weiten web präsentiert und "besucht" werden, was uns sehr freut. Traditionell planen wir immer zum Jahresende eine BLAUE WAND, welche dann gleichzeitig die erste für das kommende neue Jahr sein wird. Und hierzu laden wir immer gaaaaaaaanz viele Menschen ein, diese letzte und erste BLAUE - JAHRESWECHSEL - WAND mitzugestalten.

AUCH DICH / EUCH - Macht mit!

In dieser „verrückten" Zeit sind viele von uns verunsichert und erleben Ängste im Alltag, welche Sie so vorher nicht kannten oder wahrgenommen haben. Wie gehen wir mit dieser Unsicherheit und diesen Ängsten um? Lassen wir diese unseren Alltag bestimmen oder nutzen wir diese, um produktiv und positiv gegen eine von außen erlebte Verunsicherung zu steuern? Was macht eine Unsicherheit, was machen Ängste mit unseren Gedanken? Was macht Sicherheit, Selbstbewusstsein, Freiheit mit unseren Gedanken? Bleibt unsere Meinung, unsere Geisteshaltung davon unberührt? Wir laden Dich ein - teile uns Deine Geisteshaltung mit!

Was motiviert Dich in dieser ZEIT, Was treibt Dich an, Was hält Dich über Wasser, Was nervt Dich, Was macht Dich wütend, Was verbesserst Du, Was bringt Dich zum nachdenken, Was sollte verändert werden, Was empfiehlst Du, Was schaffst Du alleine und Was gemeinsam ? Deine Geisteshaltung ist gefragt!

Schreibe uns in digitaler Form deine Geisteshaltung auf. Dies kann ein langer oder kurzer Text sein. Oder nur ein Wort oder ein Satz. Oder eine Zeichnung oder ein Foto. Bitte verwende für Deinen Textbeitrag nur die Schriftfarbe SCHWARZ. Die Schriftform darfst Du dir selber auswählen. Bei Zeichnungen bitte auch nur die Farbe (vom Stift) Schwarz verwenden. Bei einem Fotobeitrag darfst Du entscheiden ob Du das Bild farbig aufnimmst oder in schwarz/weiß. Die Textbeiträge werden bitte in Dina4 Format angelegt und als Word-Dokument oder mit Pages abgespeichert.
Die Fotobeiträge bitte als Jpeg-Datei abspeichern. Hier auf eine gute Auflösung achten.
ALLE sind eingeladen bis zum März 2021 mitzumachen :)

Bitte sende Deinen Beitrag/ Deine „Geisteshaltung*" an - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Da alle Beiträge für die BLAUE WAND - Digital „Geisteshaltung*" sind ab dem 18.Dez. 2020 bis März. 2021 online präsent auf -
blaueshaus-frankfurt.de II Projekt „die Blaue Wand“ wie auch analog am Niederräder Ufer 2 / Ruine am Blauen Haus.

die BLAUE WAND - Neu ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
Die Blaue Wand - Neu wird 2019 gefördert durch das Programm  image003 der Caritas Frankfurt am Main image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt und durch Copy Gigant Copy Gigant.
             

 
 
 

06. November 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XXI I Niko Neuwirth I „blaue wand_061120 "

img nikoIch warte auf die Nacht.
Tief in der Nacht, wenn Frankfurt zu schlafen scheint bin ich auf dem Weg in die Stadt. Mit dabei meine Kamera und ein Stativ.
Ich erreiche das Objekt, welches ich meist schon eine Zeit zuvor beobachtet habe. In einiger Entfernung bewege ich mich erneut um den Spot und schaue mich um.
Arbeiten hier noch Menschen?
Wie ist die Atmosphäre?
Passiert irgendetwas auffälliges?
Ich checke erneut das Gelände von außen und versuche möglichst unauffällig zu bleiben.
Wo sind die Überwachungskameras, gibt es Securities?
Manchmal erschweren Bewegungsmelder den Zugang.
Ich bin voll da. Alles klar, es geht los.
Ich spüre meine steigende Aufregung und das Adrenalin.
Ich bin drin, auf der Baustelle, im Geschehen. Ich passe weiter auf, das ich nicht gesehen werde.
Zügig laufe ich durch die blendenden Lichter der großen Scheinwerfer, vorsichtig schleiche mich durch die Dunkelheit, hinter den Bauzäunen, verdeckt im Schatten von schweren Geräten und palettenweise Werkstoffen.
Es gibt verschiedene Wege, nach oben zu kommen: meist sind es Kräne oder Gerüste oder halb fertig gebaute Hauseingänge, über die ich nach oben gelange. Sprossen, Stufen, Tritte– ich will bis ganz nach oben, was oft mit großer körperlicher Anstrengung verbunden ist.

Ich bin oben angekommen.
Die magische Atmosphäre in der Stadt bei Nacht zieht mich seit Jahren in ihren Bann.
Ich baue meine Kamera auf. Ich richte mich ein. Langsam werde ich ruhiger und fokussierter. Ich genieße jetzt den Ausblick, die Höhe, die Ruhe, die Stille der Nacht, das alleine sein. Ich orientiere mich, entdecke bekannte Häuser, Plätze, Orte. Immer wieder bin ich aufs neue überwältigt von dem Anblick, der sich mir von oben bietet.
Ich finde eine erste Bildperspektive und beginne zu fotografieren.

Die Zeit vergeht schnell.
Das Adrenalin lässt nach, ich spüre die Anstrengung des Aufstiegs.
Ich finde noch mehr Perspektiven und interessante Bildausschnitte.
Das Zeitfenster ist meist klein: im Sommer habe ich weniger Zeit als im Winter. Ich bereite mich für den Abstieg vor– ich muss los, es wird langsam hell und ich begegne sonst den ersten Arbeitern der Baustelle.

Ich bin wieder unten.
Ich lausche in die langsam endende Nacht– bin ich noch alleine oder wurde ich gesehen? Ich höre ein paar frühe Autos, Vögel, nur sehr wenige Stimmen. Ich schlüpfe wieder hinaus auf die Straße, bin wieder draußen und verschwinde, fast, als wäre ich nie da gewesen.

Fotografieprojekt / bin gleich wieder weg
Jahr um Jahr wird Frankfurt am Main größer, höher und bebauter. Neben traditionellen Häusern, Plätzen und Gassen befindet sich die Stadt dennoch kontinuirlich im Wandel mit all ihren Neubauten, Kranlandschaften, Umleitungen, Abrissen und den verbundenen Baustellen und Absperrungen. Hinter Zäunen und Sichtschutz stehen schweres Gerät, große Kräne und es ist laut, es hämmert, es knallt, es bohrt, es macht Dreck, es ist Arbeit.
In der Nacht, wenn auch die größte Baustelle mal kurz ruht, bricht Niko Neuwirth auf, der sich diesen ruhigen Moment zu eigen macht und ihn mit seiner Kamera festhält. Diese fotografische Sicht auf die gespannte, kribbelnde Atmosphäre der Nacht, offenbart feine Details, berichtet von uns so nicht gekannten Orten, überrascht mit waghalsigen Perspektiven und erzählt von einem gespannten Augenblick zwischen drinnen und draußen, unten und oben, ankommen und dem gleich wieder weg sein.


https://www.nikoneuwirth.de/ https://www.instagram.com/nikoneuwirth/ https://www.facebook.com/nikoneuwirth.photography

Die „blaue wand_061120 " ist vom 06.November bis 20.November 2020 online präsent wie auch analog am Niederräder Ufer 2 / Ruine am Blauen Haus.

Am Freitag, den 06.Nov.2020 laden wir von 18 bis 20 Uhr zu einem lockeren Vernissage-Umtrumk ein.
Abstandsregeln werden eingehalten und bitte bringt euren Mund-Nasenschutz mit.
 
die BLAUE WAND - Neu ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
Die Blaue Wand - Neu wird 2019 gefördert durch das Programm  image003 der Caritas Frankfurt am Main image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt und durch Copy Gigant Copy Gigant.
             
   
 
 
 

23. Oktober 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XX I Time is up! - We say Goodbye.

Time is up! We say Goodbye
(...)
Weil sich das Klima erwärmt, schmilzt das Eis der Gletscher. Nicht nur in Bayern. Es schmelzen die Polkappen, es schmelzen die Eisströme im Himalaya und im Tian-Shan Gebirge, es schmelzen die riesigen Eismeere Argentiniens und der Schweiz. Bis 2050, das haben Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich errechnet, wird jeder zweite Alpengletscher verschwunden sein. So wird es kommen, selbst wenn alle Staaten der Erde sofort ihren CO2-Ausstoß auf null zurückfahren würden. Was in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts passiert, darauf hat die Menschheit noch Einfluss. Im besten Fall - die Erwärmung müsste dafür unter zwei Grad Celsius gehalten werden - würden zwei Drittel der Alpengletscher verschwinden.
Wahrscheinlicher ist: In 80 Jahren sind die Alpen nahezu eisfrei.
(...)
In Island stiefelte im vergangenen Jahr ein bunter Trauerzug den Vulkan Ok hinauf. Gletscherforscher, Politiker*innen, Künstler*innen und Schüler*innen in neonfarbenen Jacken. Auf dem Ok hatte es einmal den Okjökull gegeben. Nun war der massive Gletscher geschmolzen. Die Menschen waren da, um ihn zu beerdigen.
„Ich hoffe, diese Zeremonie ist eine Inspiration nicht nur für uns Isländer, sondern auch für den Rest der Welt", sagt Katrín Jakobsdóttir, die isländische Premierministerin. Neben ihr stand ein Schriftsteller, der die Grabschrift verfasst hatte. Gemeinsam mit einigen Kindern stellte er nun eine bronzene Gedenktafel auf, mit seinem „Brief an die Zukunft", gerichtet an die Nachgeborenen:
„In den nächsten 200 Jahren ist zu erwarten, dass alle unsere Gletscher den gleichen Weg gehen.
Diese Gedenkstätte soll bezeugen, dass wir wissen, was passiert und was getan werden müsste.
Nur ihr wisst, ob wir es geschafft haben."
(...)
Artikel von Marius Buhl, „DIE ZEIT", No 43, 15.Oktober 2020, DOSSIER

die BLAUE WAND - Digital Teil XX wird von der projektmaschinE gestaltet.
projektmaschinE - janinemaschinsky.de

die BLAUE WAND - Digital „Time is up! - We say Goodbye" ist vom 23.Okt. bis 02.Nov. 2020 online präsent

die BLAUE WAND - Neu ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
Die Blaue Wand - Neu wird 2019 gefördert durch das Programm  image003 der Caritas Frankfurt am Main image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt und durch Copy Gigant Copy Gigant.
             
   
 
 
 

25. September 2020 I die BLAUE WAND - Digital I Teil XIX I christine s

das nest
„Wohin geht die Zeit- der Fluss, das Ei und das verschwundene Photolabor"

'Am 11. Mai 2012 fiel eine Gans, aufgeschreckt durch unerwarteten Besuch an ihrem Brutplatz, in den Schacht der alten Schleusenmauer am westlichen Mainufer. Sie hinterließ ein mit Federn geschmücktes Nest mit fünf schneeweißen Eiern, jedes einzelne ein Pfeil geradewegs in die Zukunft hinein. Gefangen war nun die Gans, gestrandet im schwarzen Wasser, umgeben von Mauern die es ihr unmöglich machten, ihre Flügel zur eigenen Rettung zu nutzen.  Was dachte wohl diese Gans – konnte sie verstehen, was passiert war? Grollte sie dem ungebetenen Besuch, der sich statt an ihre Rettung nun daran machte, das Nest inmitten der Brombeerranken auf Photopapier zu verewigen, und nicht nur das Nest, sondern auch die äußerste Ecke ihres Gefängnisses? Wir wissen es nicht.  Auch als sie schließlich gerettet wurde konnte man aus ihrem Verhalten nicht schließen, was sie dabei empfand, sei es Freude über die Rettung, sei es Angst und Verunsicherung über ihre jüngste Vergangenheit. Wir haben sie nicht wieder gesehen, wissen nicht, welche Gänse aus diesen Eiern geschlüpft und wessen Urgroßeltern sie wohl geworden sind.
Doch bleibt ein Stück von ihnen in unserer Erinnerung lebendig, von diesem heißen Tag im Mai als eine Gans hätte leben oder sterben können, und nur drei Menschen wussten davon.
Eine Teedose mit ovaler Grundfläche – lateinisch ovum das Ei – wurde an diesem Tag zu einer Kamera, der Lochkamera welche den Ort des ungewollten aber möglichen Verbrechens in schwarz und weiß ablichtete. Vergangen sind die Eier, und vergangen ist das Photolabor. Es verbrannte im Feuer des 21. Januar 2018, am Tag als das Blaue Haus am Niederräder Ufer zum dritten Mal in seiner 100-jährigen Geschichte in Flammen stand.
Und es bleibt in unserer Erinnerung lebendig, die vielen schönen Tage, die wir hier verbrachten, die Freude und den Ärger den wir teilten. Jeden Tag könnte der Wiederaufbau beginnen oder das Haus könnte einfach in sich zusammenfallen. Und mehr als drei Leute wissen davon.'

christine schottmueller ist Mitgründerin des Vereins Blaues Haus e.V. und hat gemeinsam mit Laura Villalba y Weinberg das dortige Analog-Photolabor aufgebaut und geleitet.  Zusammem mit dem Bild 'Das Nest' sind weitere Photographien aus dieser Zeit vom 25. September bis zum 18. Oktober 2020 online präsent auf blaueshaus-frankfurt.de II Projekt „die Blaue Wand“ und analog am Niederräder Ufer 2 / Ruine am Blauen Haus.

die BLAUE WAND - Neu ist ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus e.V. www.blaueshaus-frankfurt.de.
Die Blaue Wand - Neu wird 2019 gefördert durch das Programm  image003 der Caritas Frankfurt am Main image001,
durch das Kulturamt Frankfurt    Logo Stadt Frankfurt und durch Copy Gigant Copy Gigant.