22.09.16 | Konzert mit Masheé

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Zerreißt man ein Stück Papier, verursacht das einen Klang gefangen zwischen Radikalität und Verletzlichkeit. Ähnlich verhält es sich mit der Musik von Mashée. Der fragile Gesang von Mariella Schelch befindet sich in stetigem Kampf und Widerspruch zu opulenten Soundgewändern. Unerbittlich marschierende Drums untermauern die komplexen Songstrukturen und versetzen den Hörer in Unruhe, lassen ihn fallen nur für Momente, um direkt darauf nachzugeben und sich zu einem bruchstückhaften Ganzen zusammenzusetzen. Seit ihrer Kindheit macht Mariella Musik, tourte mit zahlreichen namhaften Künstlern durch Deutschland, meist an der Violine oder am Klavier, bevor sie vor zwei Jahren mit Mashée begann, um ihre eigenen musikalischen Vorstellungen umzusetzen. Zur Unterstützung holt sie sich, in wechselnder Besetzung, alte musikalische Wegbegleiter an ihre Seite. Zusammen mit dem Produzenten Chris Kling nahm sie über ein halbes Jahr ihre zweite EP „Cages We Built“ (VÖ 3.7.2015) auf, die zwar kein Debüt, aber ein Aufbruch ist.